PROJEKTÜBERSICHT

optiPBR

Sensorplattform gegen Kontaminationen in Mikroalgen-Anlagen

Der Durchbruch in der Kultivierung von Mikroalgen im industriellen Maßstab wird von der mikrobiellen Belastung durch Bakterien und Protozoen zurückgehalten. Fehlende Erkennungsmöglichkeiten und langsame offline Analytik führen zu verzögerten Gegenmaßnahmen. Das schränkt die Produktivität stark ein. Das Projekt „optiPBR“ setzt hier an.

Der genaue Titel lautet: Verbundprojekt: „Optische Softsensorik von Algenkultivierungen in großskaligen Photobioreaktoren – Optimierung durch Prozessführung und Bekämpfung mikrobieller Belastungen (OptiPBR) –  Teilvorhaben: „Bekämpfung mikrobieller Belastungen in großskaligen Photobioreaktoren“

Im Verbund entwickeln Wissenschaftler verschiedener Institute eine Sensorplattform aus neuer photonischer Messtechnik. Aufbauend auf den neuen Erkennungstechniken sollen durch das Institut für Lebensmittel- und Umweltforschung (ILU) e.V. Maßnahmen entwickelt werden, die gegen eine Vielzahl von mikrobiellen Belastungen wirken. Dafür wird eine Kaskade von gleichzeitigen Änderungen verschiedener Parameter getestet. Mit Hilfe von Modellen, neuartigen Gegenmaßnahmen und Reglungstechnik wird im Verbund so eine optische Softsensorik aufgebaut, die speziell für den Einsatz in biotechnologischen Systemen optimiert ist und eine Automatisierung ermöglicht. Die wesentliche Innovation des Teilvorhabens ist ein Verfahren zur speziesunabhängigen Bekämpfung mikrobieller Belastungen. Damit wird letztendlich das Gesamtziel von „optiPBR“ erreicht: die Prozesse und Abläufe innerhalb großskalierter PBR in nahezu Echtzeit zu optimieren und die Produktionserträge einer hochwertigen Biomasse zu erhöhen.

PROJEKTLAUFZEIT:

15.11.2021-14.11.2024

PROJEKTFÖRDERUNG:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Photonik Forschung Deutschland – Licht mit Zukunft

FÖRDERKENNZEICHEN:

13N1584

PROJEKTLEITUNG:

Apl. Prof. Dr. Daniel Pleissner

KOOPERATIONSPARTNER:

Algoliner GmbH & Co. KG; SOPAT GmbH; Hansgeorg Münch; Universität Potsdam, Institut für Chemie