ForestFeed

Eine nordische blau-grüne Wertschöpfungskette vom Wald zum Fischfilet

Im Projekt Bioeconomy in the North 2022 – ForestFeed nutzen die Projektpartner industrielle Waldnebenströme, wie Sulfitablauge, Ethanol, Rückstände aus der Ligninextraktion und Heißwasserextrakt aus Rinde oder Vinasse aus 2G-Hackschnitzeln als Nährstoff für einen Pilz. Die so entstehende Pilzbiomasse dient als Ausgangsmaterial für die Produktion von Fischfutter. Dabei greifen die Projektbeteiligten auf einen patentierten Prozess, genannt Pekilo, zurück. Pekilo ist ein mikrobieller Inhaltsstoff, der auf einem spezifischen Stamm des Fadenpilzes Paecilomyces variotii basiert. Pekilo wurde schon in den 70ern von der finnischen Forstindustrie entwickelt und in industriell genutzt. Der Pilz schließt die genannten Nebenströme auf und wandelt diese teilweise in Proteine (sogenanntes single-cell protein) um, die dann Bestandteil von Fischfutter werden. Das Futter dient der Aufzucht von Fischen mit wirtschaftlicher Bedeutung in Ländern wie Schweden, Norwegen und Finnland, wie Atlantischer Lachs und Regenbogenforelle.

Über die Zusammenarbeit innerhalb des vorliegenden Projektes soll ein interdisziplinär arbeitendes Konsortium für sektorübergreifende Forschung entstehen. Das Projekt möchte sowohl die Grundlagen für weitere Innovationen im Bereich der forstwirtschaftlichen Bioraffinerie als auch zukünftige Kommerzialisierungen in der nordischen Region schaffen.

PROJEKTLAUFZEIT:

01.07.2023 bis 30.06.2026

PROJEKTFÖRDERUNG:

Bundesministerium für Bildung und Forschung, Programm: Bioeconomy in the North

FÖRDERKENNZEICHEN:

031B1383

PROJEKTLEITUNG:

Dr. Kathleen Zocher

KOOPERATIONSPARTNER:

The Norwegian University of Life Sciences, Norwegen; enifer Bio Ltd, Finnland; Swedish University of Agricultural Sciences, Schweden