20. Oktober 2005
Presseinformation im PDF-Format
Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V. (BLL) und
Forschungskreis der ernährungsindustrie e.V. (FEI) präsentieren die Ergebnisse
ihres erfolgreichen Forschungsprojektes "Acrylamid"
Bonn, 20. Oktober 2005 – Nach Abschluss des Gemeinschaftsforschungsprojektes „Acrylamid“ zogen
heute der BLL und der FEI im Rahmen einer Informationsveranstaltung in Bonn gemeinsam mit den
beteiligten Forschungsinstituten eine positive Bilanz: Das Projekt hat einen großen Beitrag geleistet,
um branchenübergreifende Ansätze zur Minimierung des Acrylamidgehaltes in Lebensmitteln
liefern zu können. Das ist für einen großen Teil der Ernährungswirtschaft von essentieller
wirtschaftlicher Bedeutung. Außerdem wurden weitreichende Erkenntnisse zur Entstehung und
Bewertung der gesundheitlichen Relevanz von Acrylamid gewonnen.
Im April 2002 wurde die Lebensmittelwirtschaft durch den Nachweis von Acrylamid in
Lebensmitteln mit einem der brisantesten Themen in den letzten Jahren konfrontiert. Wissenschaft
und Lebensmittelwirtschaft standen großen Herausforderungen gegenüber, um auf Fragen
bezüglich der Bildung, der Toxikologie und der Möglichkeiten zur Minimierung Antworten geben zu
können.
„Das Forschungsprojekt hat Innovationsansatzpunkte ergeben, die in der Summe für eine
nachhaltige Reduzierung der Acrylamidbelastung sorgen werden“, so Prof. Dr. Matthias Horst,
Hauptgeschäftsführer des BLL. „Zusammen mit dem von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft
gemeinsam getragenen Minimierungskonzept hat es sich als der richtige Weg erwiesen, um ein
ernstes Problem einer Lösung entscheidend näher zu bringen“. Alle Beteiligten sind sich darin einig,
dass die Ergebnisse der zweijährigen Forschungsarbeiten die Komplexität des Acrylamidproblems
verdeutlichen. Das betrifft sowohl die industrielle Lebensmittelherstellung als auch die Zubereitung
im Haushalt. Im Rahmen des Projektes konnten zahlreiche Möglichkeiten zur Minimierung des
Acrylamidgehaltes entwickelt werden, die bereits heute in der Praxis weiträumig Anwendung finden.
So kann bei gleichzeitiger Erhaltung der Produktqualität nachhaltig dazu beitragen werden, den
Verbraucherschutz zu verbessern.
Beteiligte Forschungsinstitute
Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie (DFA), Garching
Institut für Lebensmittel- und Umweltforschung e. V. (ILU), Nuthetal
Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e. V. (DIL), Quakenbrück
Bundesanstalt für Ernährung und Lebensmittel (BFEL), Detmold
Technische Universität Kaiserslautern, Fachbereich Chemie, Fachrichtung Lebensmittelchemie/Umwelttoxikologie (TU KL)
Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V. (BLL)
Der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. ist ein Spitzenverband der deutschen
Lebensmittelwirtschaft. Ihm gehören Verbände und Unternehmen aus Industrie, Handel,
Handwerk, Landwirtschaft und aus angrenzenden Gebieten an. Als Partner seiner Mitglieder führt der BLL den Dialog
mit der Politik, den Medien und der Öffentlichkeit.
Der BLL ist Ansprechpartner für Bundesregierung und Bundestag, Länderregierungen und
Länderparlamente. Er vertritt darüber hinaus die Interessen der deutschen Lebensmittelwirtschaft auf
europäischer Ebene, z. B. im Rahmen der CIAA (Vereinigung der Europäischen Ernährungsindustrien) sowie
durch regelmäßige Kontakte zum Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission. Zusätzlich
beteiligt sich der BLL an den Arbeiten des Codex Alimentarius.
Weitere Informationen:
Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL)
Dr. Julia Gelbert
Claire-Waldoff-Str. 7
10117 Berlin
Tel.: 030/206143-137, Fax: 030/206143-237
E-Mail: jgelbert@bll.de
www.bll.de
Forschungskreis
der Ernährungsindustrie e.V. (FEI)
Der FEI ist die zentrale Koordinierungsstelle der Gemeinschaftsforschungsaktivitäten der deutschen
Lebensmittelwirtschaft. Ihm gehören durch direkte Mitgliedschaft sowie über 50
Wirtschaftsverbände und Branchenorganisationen ca. 90 Prozent der rund 6.000 Unternehmen der deutschen
Ernährungsindustrie sowie große Teile des Ernährungshandwerks an. Darüber hinaus sind ihm 110
Forschungsinstitute des gesamten Bundesgebietes angeschlossen.
Schwerpunkt seiner Aktivitäten ist die Förderung praxisorientierter lebensmittelwissenschaftlicher
Forschungsprojekte. Der FEI ist Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft industrieller
Forschungsvereinigungen „Otto-von-Guericke“ e. V. (AiF). www.fei-bonn.de