22. April 2004

Acrylamid in der Nahrungskette

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Tierphysiologie, Physiologische Chemie und Tierernährung der Ludwig-Maximilians-Universität München wurden Versuche zum Verbleib von Acrylamid in der Nahrungskette durchgeführt. Dabei erhielten Wachteln Futter mit unterschiedlich hohem Acrylamidgehalt. Anschließend wurden die Eier, das Blutserum, die Leber, das Muskelfleisch und die Exkremente der Wachteln auf Acrylamid untersucht. Aus dem Nachweis von Acrylamid in den Exkrementen der Wachteln ließ sich ableiten, dass metabolisch besonders aktive Organe, wie die Leber, Acrylamid sehr schnell abbauen bzw. metabolisieren. Trotzdem war auch in den Eiern der Wachteln eine Anreicherung von Acrylamid festzustellen, bei einer höheren Belastung des Futters auch im Fleisch. Bei einem Verdacht auf Belastung der Futtermittel ist daher eine Kontrolle des Acrylamidgehaltes in Eiern oder Muskelfleisch der betroffenen Tiere angeraten.

Ansprechpartner: Prof. Dr. P. Schieberle      Peter.Schieberle@lrz.tum.de