22. April 2004
Es
wurden zwei neue Methoden zur quantitativen Bestimmung von Acrylamid entwickelt,
die auf die aufwändige LC-MS-MS-Bestimmung verzichten. Eine Methode basiert auf
einer eindimensionalen GC-MS-Bestimmung nach einer Aufarbeitung mit
Festphasenextraktion an einer Extrelut-Säule. Bei der anderen Methode wird
Acrylamid mittels 2-Mercaptobenzoesäure derivatisiert und das Addukt über
LC-MS gemessen.
Beide
Methoden wurden im Rahmen eines Proficiency-Tests des Bundesinstituts für
Risikobewertung und einer europäischen Proficiency-Studie (IRMM) bewertet und
als geeignet
eingestuft.
Beide Methoden sind inzwischen publiziert: J.Agric.Food Chem. (2003), 51 (27) S.
7866-7871 sowie in Lebensmittelchemie (2004) 58, S. 5-6.
Eine
weitere Bestimmungsmethode wurde über die HPLC-Fluoreszenzdetektion entwickelt.
Sie zeigte in den Modellansätzen hervorragende Ergebnisse. Beim Einsatz in
komplexen Matrices treten jedoch noch Probleme auf, die zu lösen sind.
Ansprechpartner:
Prof. Dr. P. Schieberle
Peter.Schieberle@lrz.tum.de